Archive for Januar, 2010

Die vier Feinde des Sozialismus

Donnerstag, Januar 7th, 2010

Der Sozialismus der „DDR“ hatte vier Feinde. Als da waren: Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Der letztere war zweifellos der Hauptfeind. Ein zu heißer Sommer konnte mühelos die „Getränke-Industrie“ lahm legen, ein zu stürmischer Herbst hinderte die sozialistischen Kolonnen an der „Erntfront“, der feuchte Frühling ließ die schweren russischen Schlepper in der sozialistischen Erde versinken. Aber der Winter übertraf sie alle. Er war eben der Hauptfeind.

Zehn Zentimeter Schnee und der Sozialismus kam in die Krise.

Nun schreiben wir das Jahr 2010 und wir haben hier im Lande seit Wochen die Krise. Meine Bahn-Fahrt nach Berlin endete kurz vor Weihnachten 4 Kilometer nach dem Startbahnhof, wobei der moderne ICE dort erst eingesetzt worden war. Während der Weihnachtstage wurde die Strecke Berlin – München nur sporadisch befahren. Derzeit geht aus NRW wohl gar nichts mehr per Bahn Richtung Berlin. Über den S-Bahn-Verkehr in Berlin zu schreiben, das erübrigt sich sowieso. In der ehemaligen Hauptstadt der „Deutschen Demokratischen Republik“ ging schon ohne Schnee fast nichts mehr auf den S-Bahn-Gleisen.

Inzwischen ist das Tausalz im Baumarkt ausverkauft, Nachschub ist nicht in Sicht, hieß es. Allerorten stöhnen die Autobahnmeistereien: Streusalz ist aus. Der Mangel regiert. Na dann: Willkommen im Sozialismus!

Kriegsweihnacht 2009

Montag, Januar 4th, 2010

Rückblick auf Weihnachten, unsere Kriegsweihnacht 2009. Wer im Lande hat bemerkt, dass Deutschland an gleich mehreren Fronten im Krieg steht bzw. in „kriegsähnlichen Zuständen“ Soldaten im Felde hat?

BILD hat mehrmals daran erinnert, kurze Meldungen in anderen Zeitungen und im Fernsehen. Sicher waren betroffene Familien in Gedanken bei ihren Angehörigen in den Standorten in Afghanistan, auf den Schiffen vor den Küsten Libanons und Somalias, bei Elitekämpfern, die vielleicht verdeckt in Pakistan und schon im Jemen operieren. Inzwischen ist aus dem „Kampf gegen den Terror“ ein weltumspannender Konflikt geworden. Deutschland ist dabei, Kriegsweihnacht 2009.

Kriegsweihnacht 1939, da waren Väter und Großväter im Felde. Nach dem Beginn des „Polenfeldzugs“ hatten Frankreich und Großbritannien dem Deutschen Reich den Krieg erklärt. Im Keim hatte ein weltumspannender Konflikt begonnen. Das Ende des Weltkrieges steckt der Welt noch heute in den Knochen., Deutschland besonders.

Wenn heutzutage hier im Lande Menschen fragen: Was haben wir am Hindukusch verloren? Was haben deutsche Soldaten dort zu suchen? Dann sollte das nicht einfach nur als Populismus abgemeiert werden.  Dann ist das unabhängig von der Kriegsweihnacht 2009 die Sorge vieler, dass unser Militär dort auf verlorenem Posten steht: Vielleicht richtig kämpfen will, aber politisch gewollt nicht darf. Vielleicht auch gern abrücken möchte, aber in einem Bündnis verflochten nicht kann.

Kriegsweihnacht 2010 – diesem Termin gehen wir entgegen.