Kriegsweihnacht 2009

Rückblick auf Weihnachten, unsere Kriegsweihnacht 2009. Wer im Lande hat bemerkt, dass Deutschland an gleich mehreren Fronten im Krieg steht bzw. in „kriegsähnlichen Zuständen“ Soldaten im Felde hat?

BILD hat mehrmals daran erinnert, kurze Meldungen in anderen Zeitungen und im Fernsehen. Sicher waren betroffene Familien in Gedanken bei ihren Angehörigen in den Standorten in Afghanistan, auf den Schiffen vor den Küsten Libanons und Somalias, bei Elitekämpfern, die vielleicht verdeckt in Pakistan und schon im Jemen operieren. Inzwischen ist aus dem „Kampf gegen den Terror“ ein weltumspannender Konflikt geworden. Deutschland ist dabei, Kriegsweihnacht 2009.

Kriegsweihnacht 1939, da waren Väter und Großväter im Felde. Nach dem Beginn des „Polenfeldzugs“ hatten Frankreich und Großbritannien dem Deutschen Reich den Krieg erklärt. Im Keim hatte ein weltumspannender Konflikt begonnen. Das Ende des Weltkrieges steckt der Welt noch heute in den Knochen., Deutschland besonders.

Wenn heutzutage hier im Lande Menschen fragen: Was haben wir am Hindukusch verloren? Was haben deutsche Soldaten dort zu suchen? Dann sollte das nicht einfach nur als Populismus abgemeiert werden.  Dann ist das unabhängig von der Kriegsweihnacht 2009 die Sorge vieler, dass unser Militär dort auf verlorenem Posten steht: Vielleicht richtig kämpfen will, aber politisch gewollt nicht darf. Vielleicht auch gern abrücken möchte, aber in einem Bündnis verflochten nicht kann.

Kriegsweihnacht 2010 – diesem Termin gehen wir entgegen.

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