Die vier Feinde des Sozialismus

Der Sozialismus der „DDR“ hatte vier Feinde. Als da waren: Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Der letztere war zweifellos der Hauptfeind. Ein zu heißer Sommer konnte mühelos die „Getränke-Industrie“ lahm legen, ein zu stürmischer Herbst hinderte die sozialistischen Kolonnen an der „Erntfront“, der feuchte Frühling ließ die schweren russischen Schlepper in der sozialistischen Erde versinken. Aber der Winter übertraf sie alle. Er war eben der Hauptfeind.

Zehn Zentimeter Schnee und der Sozialismus kam in die Krise.

Nun schreiben wir das Jahr 2010 und wir haben hier im Lande seit Wochen die Krise. Meine Bahn-Fahrt nach Berlin endete kurz vor Weihnachten 4 Kilometer nach dem Startbahnhof, wobei der moderne ICE dort erst eingesetzt worden war. Während der Weihnachtstage wurde die Strecke Berlin – München nur sporadisch befahren. Derzeit geht aus NRW wohl gar nichts mehr per Bahn Richtung Berlin. Über den S-Bahn-Verkehr in Berlin zu schreiben, das erübrigt sich sowieso. In der ehemaligen Hauptstadt der „Deutschen Demokratischen Republik“ ging schon ohne Schnee fast nichts mehr auf den S-Bahn-Gleisen.

Inzwischen ist das Tausalz im Baumarkt ausverkauft, Nachschub ist nicht in Sicht, hieß es. Allerorten stöhnen die Autobahnmeistereien: Streusalz ist aus. Der Mangel regiert. Na dann: Willkommen im Sozialismus!

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