Archive for Juni, 2010

Deutschland – Deine Bildung!

Donnerstag, Juni 24th, 2010

Die blödesten Schüler finden wir in den B-Ländern Bremen, Berlin, Brandenburg. Darf das so gesagt werden? Eine aktuelle Studie zum Bildungsstand lässt erkennen, dass es in den „Südstaaten“ die besten Ergebnisse gibt. Demnach sitzt in Bayern und Baden-Württemberg der beste Nachwuchs auf den Schulbänken. Im bundesweiten Bildungsvergleich wurden die Leistungen von rund 36.000 Schülerinnen und Schülern in neunten Klassen verschiedener Schulformen untersucht. Interessant ist, dass auch in Sachsen gute Lehr- und Lernergebnisse erzielt wurden. Dort hapert es bei den Englisch-Kenntnissen; übringes in allen Ländern im Ex-DDR-Gebiet. Beobachter vermuten, dass dies an der schlechten Qualität der Englisch-Lehrer liegt, die noch zu DDR-Zeiten ausgebildet wurden.

Überhaupt muss sicher eins gesagt und geschrieben werden: Erfolge oder Misserfolge in der Schule sind nicht vorrangig den Schülern anzulasten, sondern fallen auf die Lehrer und noch mehr auf die Bildungspolitiker zurück. Ständige Experimente in der Schule bis zum Exzess hinterlassen ihre Spuren. Linker Gleichstellungsfanatismus und Multikulturismus schlagen durch und treffen die Schüler – und die Eltern. Stabile Schulformen, Leistungskomponenten, Kopfnoten und sonstige Zensuren haben den Generationen vor uns so schlecht nicht getan. Große Geister und Erfinder kamen aus der „Paukerschule“, wo Tugenden zählten, Pflichtbewusstsein gefördert wurde und einfach gelernt worden ist.

Bleibt zum Schluss noch der Gedanke: Sind nicht Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen die Länder in Deutschland, die stark volkskirchlich geprägt sind? Katholische und protestantische Kirchen, dazu freie Gemeinden und christliche Jugendarbeit durch Vereine wie Pfadfinder und CVJM sind dort flächendeckend zu finden. Glaube an Gott macht schlau – das müsste noch untersucht werden. Die weithin entkirchlichen „Nordländer“ haben bei diesem Schulvergleich durchgehend die schlechtesten Ergebnisse zu verzeichnen. Das macht schon nachdenklich.

Demokratiedefizit?

Montag, Juni 7th, 2010

Haben die „Demokraten“ Angst vor der Demokratie? Auffällig ist die Beharrlichkeit der Parteien bei der Ablehnung von Volksentscheiden und Direktwahlen. Der zurückgetretene Bundespräsident Köhler hatte in seiner Amtszeit den Gedanken einer Direktwahl des Bundespräsidenten ausgesprochen.  Gestern gab es im ARD-Presseclub darüber einen kurzen Austausch und die Frage wurde „in den Raum gestellt“: Warum kann das Volk seinen Präsidenten nicht direkt wählen?

Gewiss, für die Wahl des künftigen Präsidenten am jetzt Monatsende muss niemand aktiv werden. Die Wahl übernimmt die Bundesversammlung. Aber für die dann folgende Zeit sollte die Frage ein Thema sein und eine breite Diskussion stattfinden. Gewiss, das Grundgesetz in seiner jetzigen Form sieht eine solche Direktwahl nicht vor. Aber warum soll es gerade an dem Punkt nicht ein Änderungen geben? Mehr Demokratie wagen, könnte das Motto sein. Gewiss, ein vom Volk gewählter Bundespräsident muss dann auch zusätzliche Amtsbefugnisse erhalten. Aber gerade diese Änderungen können helfen, um den Parteienstaat von „Amts wegen“ entkrusten.

Warum fürchten sich die Volksvertreter vor dem eigenen Volk? Volkes Stimme und Volkes Entscheid müssen in einer Volksherrschaft stärker als bisher in Deutschland gewürdigt werden. In der Schweiz geht es doch auch – und auch gut!

„Gott segne unser Land“

Dienstag, Juni 1st, 2010

Der nun ehemalige Bundespräsident Horst Köhler hat sich am 31. Mai aus dem Amt verabschiedet. Was von seinen Jahren bleibt, wird die Zukunft zeigen. Er wollte unbequem sein. Das war er auch. Manche sagen ihm nach: er war auch unberechenbar. Er wurde ein „Bürgerpräsident“, geachtet und geschätzt von den Leuten im Lande. Gelegentlich sprach er aus, was das Volk hören wollte. Warum nicht?

Was von Horst Köhler bleibt? Vielleicht dieses Wort vom Ende seiner Antrittsrede damals mit der Bitte „Gott segne unser Land!“. Dieser Satz soll nicht in einem Manuskript gestanden haben, er stammte nicht aus einem politisch korrekten Redetext, er kam aus dem Herzen. Er sprach aus, was ihm in dem Moment am Herzen lag: Die Bitte um Gottes Segen für unser Land. Das hat so vor ihm keiner in diesem Amt gesagt, ist auch nicht vom einem Bischof bekannt. „Gott segne unser Land“ – das hat Köhler gesagt, gehofft, geglaubt.

Aus seinem Herzen kamen die anstößigen Sätze im Radio-Interview beim Rückflug aus China via Afghanistan, wenig diplomatisch, politisch nicht präzise, vielleicht sogar völkerrechtlich bedenklich. Aber er hat sie so gesagt, Worte aus dem Herzen. Und aus diesem Herzen kamen die Gedanken zum raschen und überraschenden Rücktritt. Politisch falsch, terminlich falsch, in der Art und Weise falsch – all das wird derzeit in den Medien bewegt. Kann sein.

Richtig war und bleibt die herzliche Bitte: „Gott segne unser Land“. Genau in dem Sinne machen wir weiter, auch nach dem Rücktritt.